Das Lieblingsgetränk der Männer? Richtig, Bier! Seit ein paar Tagen gibt es etwas neues in den Regalen, zumindest optisch gesehen. Die Bremer Brauerei Beck’s startete vor kurzem die Beck’s Art Label “Kollektion”, bei der sich verschiedene Künstler mit eigenen Flaschenetiketten auf den Beck’s Flaschen verewigen durften. Die Künstler sind überwiegend international angesagte Musiker aus der Electro, Indie und Alternative Scene, wobei manche von ihnen auch im Radio dudeln.
Genauer gesagt sind es SEEED, Bloc Party, Boys Noize & Paul Snowden, M.I.A. und Anton Corbijn. Na, wer kennt jemanden von denen? – Ich selber muss sagen das ich Bloc Party liebe und Boys Noize darf im Club auch nicht fehlen, doch seht euch doch einfach die Videos eurer Lieblinge an!
Die Musiklandschaft zu revolutionieren ist ganz einfach. Das müssen sich auch die Jungs von Bloc Party gedacht haben, als sie 2005 Indie-Rock und Electro in eine Kiste steckten und etwas völlig neues daraus zauberten. Heraus kam eines der erfolgreichsten Debutalben überhaupt. Ebenso einfach ist ihr selbst gestaltetes Beck’s Art Label. Vier Ringe stehen für vier Bandmitglieder oder wahlweise einen runden Buchstaben im Bandnamen. Das Design ziert auch das Cover ihres neuen Album “Four”, welches ich euch sehr ans Herz legen kann wenn Ihr auf Indie und entspannte Electro Beats steht.
Irgendwas zwischen Hip-Hop, Dancehall, Grime und Electro – so könnte man den Sound von M.I.A. ganz gut beschreiben. Und bei dem Sound kommt ein Hauch von Indien auf. Dabei startete M.I.A. alias Mathangi „Maya“ Arulpragasam ihre Karriere eigentlich als Malerin. Vielleicht hat sie sich deshalb entschieden, ihrer (Gesangs)Kunst nun auch auf einem Beck’s Art Label Ausdruck zu verleihen. Und das spiegelt Ihre Musik und Ihre Herkunft ohne lange Worte wider.
Was kommt heraus wenn ein Berliner DJ und ein neuseeländischer Aktionskünstler zusammen ein Pils trinken gehen? Klar, neue Ideen. Und wenn die beiden dann auch noch Alexander Ridha a.k.a. Boys Noize und Paul Snowden („Wasted German Youth“) heißen, sind „normale“ Ideen sowieso ausgeschlossen. Inzwischen durfte sich das technoide Duo auf einem Beck‘s Art Label austoben. Wenn euch also in nächster Zeit eine Pilsflasche mit einem 80er Jahre Smiley anlächelt: Trinkt sie aus und tanzt dazu.
„E’s“ gibt es im Bandnamen von Seeed ja genügend. Aber was hat es mit dem neuen, wie ein Geheimzeichen anmutenden „gekrönten E“ der Berliner auf sich? Sie verraten es in einem geheimnisvollen Film, den sie quasi als Vorboten für das neue Album produziert haben. Ach ja, und auf einigen Zehntausend Beck’s Pils Flaschen ist das E plötzlich auch zu sehen. Art Label nennt sich die limitierte Etikettennummer. Wie passend, greift das schwarz-weiß-rote E doch die Farben des Beck’s Schlüssels auf. Sicher nur ein Zuuufall.
Nein, nicht Cobain, Corbijn! Obwohl Ersterer mit Zweitem sicher ein gutes Bild abgegeben hätte. Anton Corbijn ist nämlich Musikfotograf und – wer ihn nicht kennt – einer der erfolgreichsten überhaupt. Die Stones standen schon vor seiner Linse, U2, Sinatra, Pavarotti – und die legendäre Kultband Joy Division. Sie hat beim Holländer scheinbar tiefe Spuren der Zuneigung hinterlassen. Sein Beck’s Art Label ist eine Hommage an Ian Curtis, den verstorbenen Leadsänger. Da wären wir wieder bei Cobain. Den hat Anton Corbijn natürlich auch auf seinen Bildern verewigt.
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