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Guide – Die richtige Haarpflege für dein Haar

3. Februar 2016
Mann der seinen Haartyp bestimmt

Haarpflege ist bei Männern häufig unterbewertet und das, obwohl sich viele Männer über ihre Haare beschweren. Zu wenig, zu dünn, zu wenig Stabilität oder auch ganz weit vorne in der Beschwerdeliste, die Geheimratsecken. Immerhin beeinflusst die fehlende Haardichte 62% der Männer negativ in ihrem Selbstbewusstsein. Wer sich jedoch ein wenig Zeit nimmt und die richtigen Produkte benutzt, kann schnell sichtbare Erfolge erzielen und seinem Haar etwas Gutes tun. Wie genau ihr dabei vorgeht und worauf ihr achten müsst, das erklären wir euch jetzt.

Deinen Haartyp bestimmen

Am Anfang steht die sogenannte Diagnose. Hier wird, ähnlich wie beim Arzt, eine Diagnose von Kopfhaut und Haaren gemacht. Wer sichergehen will, sollte einfach mal seinen Friseur fragen, ist er gut ausgebildet, sollte es seine leichteste Übung sein, dir eine Auskunft über die Haare oder die Kopfhaut zu geben. Um selbst seinen Haartyp zu bestimmen, sollte man sich dafür zunächst die eigenen Haare ansehen. Das ist meist recht leicht und mit einem gezielten Blick erledigt. Es gibt trockenes, normales und fettiges Haar. Bei trockenem Haar neigen einzelne Haare dazu abzustehen, das Haar ist sehr matt und fühlt sich sehr leicht an. Fettiges Haar ist meist etwas schwerer, glänzt leicht, ist strähnig, etwas klebrig und ihr habt schnell das Gefühl, dass ihr eure Haare wieder waschen möchtet.

Deinen Hauttyp bestimmen

Bei einem Mann wird der Haut & Haartyp bestimmt

Besonders wichtig ist die Kopfhaut, denn sie versorgt die Haarwurzel mit allem was sie benötigt, um das Haar kräftig und gesund wachsen zu lassen. Die Kopfhaut ist somit die Basis für ein gesundes Haar und spielt auch bei Länge und Fülle eine entscheidende Rolle. Die Kopfhaut ist im Gegensatz zur restlichen Haut deines Körpers viel empfindlicher, denn sie ist siebenmal so dünn. So kann es beispielsweise durch eine ungesunde Lebensart (schlechte Ernährung, Alkohol, Drogen, Stress etc.) schnell zu Reizungen oder Entzündungen kommen, die dem Haar nicht guttun, außerdem greift es die Haarwurzeln an und lässt die Haare dünner werden.

„Bei Drogentests, können durch die Haarwurzel minimale Spuren von Drogen noch Monatelang nachgewiesen werden, hier zeigt sich, wie empfindlich die Haarwurzel ist.“

Die Gene spielen aber auch hier eine wichtige Rolle, denn auch wer sich bewusst ernährt und auf Alkohol verzichtet, kann eine sensible Kopfhaut haben. Häufig spielt auch die Pubertät eine Rolle, bei der die Kopfhaut durch Hormone zusätzlich strapaziert wird. Sensible Kopfhaut kann also aus vielerlei Ursachen entspringen.

 

Selbst, den Typen der Kopfhaut zu bestimmen ist etwas schwieriger, da diese meist nicht direkt angesehen werden kann. Auch die Kopfhaut kann trocken, normal, fettig oder sensibel sein. Trockene und sensible Kopfhaut erkennt ihr am einfachsten daran, wenn euer Kopf häufig juckt, kribbelt oder spannt. Teilweise kann sie sogar etwas rötlich sein, was ihr gut sehen könnt, wenn ihr die Haare mit einem Kamm an verschiedenen Stellen abteilt und die Kopfhaut betrachtet. Sensible Kopfhaut muss nicht immer trocken sein, neigt aber zu Entzündungen. Fettige Kopfhaut ist deutlich schwieriger zu erkennen. Am besten verlasst ihr euch auf die Haut in eurem Gesicht, denn sie ist identisch zu der Kopfhaut. Wenn eure Haut glänzt und sich immer ein wenig schmierig anfühlt, könnt ihr davon ausgehen, dass eure Kopfhaut auch eher fettig ist. Außerdem kann fettige Kopfhaut ein bisschen drücken, so als hättet ihr etwas auf dem Kopf.

Problemfälle

Nun solltet ihr Haut und Haare eingeordnet haben. Jetzt fehlen noch die kleineren Problemfälle, die wir ggf. in den Griff bekommen müssen. Dazu gehören bei Männern Schuppen und Haarausfall.

Schuppen

Schuppen sind Hautpartikel die sich von der Kopfhaut lösen. Durch Mikroorganismen wird die Haarwurzel angegriffen und neigt so zu erhöhter Talgproduktion. Normalerweise dauert die Regeneration von Hautpartikeln 28 Tage, bei angegriffener Kopfhaut geht dies jedoch viel schneller und es bilden sich mehr Partikel, die dann in euer Haar gelangen. Wer weiße Partikel im Schulterbereich seiner Kleidung findet, kann sicher sein, dass er Schuppen hat, dies sind trockene Schuppen. Doch wie bei Haut und Haaren gibt es auch fettige Schuppen, die sich nicht so leicht ausfindig machen lassen. Hier hilft ein gezielter Blick auf den Haaransatz. Hier ist ein leichter, gelblicher Schimmer zu sehen, denn die fettigen Schuppen sitzen fest am Kopf. Teilweise können auch vereinzelte Partikel dicht an der Kopfhaut beobachtet werden.

Haarausfall

Haarausfall wird durch das Hormon Testosteron ausgelöst und ist somit genetisch bedingt und kann nicht geheilt, aber aufgehalten werden. Eine frühzeitige Erkennung ist daher wichtig. Das Testosteron führt zu einer Entzündung der Haarwurzel, das die Kollagenschicht angreift und somit verhindert, dass das Haar nicht mehr ausreichend versorgt wird und anschließend ausfällt. Dieses Phänomen nennt sich Alpha 5 Reduktase, die Biologen unter euch finden hier noch einige Infos dazu. Nach und nach wird das Haar so immer lichter, da die Stammzellendepots der Haarwurzel anschließend häufig sehr lange benötigen, um sich zu regenerieren. Wer frühzeitig erkennt, dass es oben ein wenig lichter wird, sollte schnell entsprechende Produkte wählen, denn Haare wieder wachsen zu lassen ist zwar mittlerweile möglich aber deutlich teurer, als die bestehenden Haare zu schützen. Am besten erkennt ihr Haarausfall, wenn ihr häufig einzelne Haare nach dem Schlafen auf dem Kopfkissen habt, im Schaum beim Waschen ständig Haare sind, wenn sich nach dem Styling Haare in der Hand befinden oder wenn nach dem Waschgang beim Föhnen, Haare durch die Luft fliegen bzw. Haare an den Fingern haften bleiben, wenn ihr euch durch die Haare streift. Wenn das mal vorkommt, kann das durchaus mal passieren, keine Panik, sollte es jedoch häufiger vorkommen, wird es höchste Zeit.

Die richtige Pflege

Jetzt, wo ihr genauestens über die Beschaffenheit eurer Haare bescheid wisst, geht es an die Pflege. Scrollt einfach zu dem Absatz wo euer Haar beschrieben wird und lernt wie und womit ihr eure Haare im Idealfall pflegt.

 

Trockene Haut & Schuppen

Bei trockener Haut gilt es die Kopfhaut sanft zu pflegen und mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Dafür sorgt Glycerin, außerdem können hochwertige Öle dazu beitragen Hautirritationen und Entzündungen vorzubeugen. Besonders gut sind hypoallergene Produkte, da hier dermatologisch nachgewiesen ist, dass keine allergieauslösenden Inhaltsstoffe in dem Produkt verarbeitet wurden.

Trockene Schuppen bekämpft ihr vor allem an der Ursache, also den Mikroorganismen. Günstige Shampoos und Kuren bekämpfen meist nur die Schuppen an sich, nicht aber Mikroorganismen. Um die Produktion zu regeln, wird der Wirkstoff Zink Pyrithion benötigt. Er verlangsamt die Produktion und lenkt die Regeneration der Kopfhaut wieder in geordnete Bahnen. Zusätzlich wirkt Glycerin gegen den Juckreiz auf dem Kopf, so dass die Schuppen erträglicher werden, doch das natürlich nicht optisch. Bei der optischen Bekämpfung hilft ein Peeling im Shampoo, das die Schuppen aus dem Haar entfernt.

Fettige Haut & Schuppen

Auch fettige Haut muss schonend behandelt werden. Der Wirkstoff Pirocton-Olamin stellt das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut wieder her. Außerdem sollte das Produkt keine rückfettenden Substanzen enthalten. Anionische Substanzen sind besonders mild zum Haar bei der Reinigung. Ob ihr die Haare mit kaltem oder warmem Wasser wascht, ist jedoch egal und einer täglichen Wäsche steht ebenfalls nichts im Wege, wenn ihr das richtige Produkt verwendet.

Fettige Schuppen werden an der Ursache, also den Mikroorganismen bekämpft. Günstige Shampoos und Kuren bekämpfen meist nur die Schuppen an sich, nicht aber die Ursache, weshalb sie häufig nur Temporär wirken und es anschließend sogar verschlimmern können. Der Wirkstoff Zink Pyrithion regelt die Produktion der Organismen und sorgt für ein baldiges Ende der Überproduktion. Zusätzlich wirkt Salicylsäure gegen die Schuppenflechte, sie löst sie auf und fördert die Durchblutung der Kopfhaut.

Haarausfall

Wer seinen Haarausfall frühzeitig bemerkt, kann diesen schnell aufhalten. Häufig geht die Behandlung jedoch über ein pflegendes Shampoo hinaus und das Haar und die Kopfhaut müssen mit hochdosierten Kuren zusätzlich gestärkt werden. Gluco-Lipide sind eine Mischung aus Fett und Zucker. Sie stärken das Haar und nähren die Haarwurzel. Bei einer Kur empfiehlt sich auf den Wirkstoff Aminexil zu achten, er verlängert die Lebensdauer der Haare und somit deren Ausfall.

Mittlerweile ist es möglich noch einen Schritt weiterzugehen und Haare wieder neu wachsen zu lassen. Wobei das Wort neu vielleicht etwas irritierend ist. Durch die oben beschriebene Alpha 5 Reduktase verlieren Männer ihre Haare. Die Kollagenschicht ist angegriffen und die Haarwurzel benötigt oft Jahre um zu regenerieren, um ein neues Haar wachsen zu lassen. Dieser Impuls geht von unseren Stammzellen aus, sie senden sozusagen ein Impuls an die Haarwurzel, die daraufhin ein neues Haar aus der bestehenden Haarwurzel wachsen lässt. Kommt dieser Impuls nicht in der Wurzel an, wird auch kein neues Haar produziert, dies ist häufig nach dem Haarausfall der Fall, dieser versetzt die Haarwurzel in eine Art Schlaf. Mit dem Wirkstoff Stemoxydin ist es möglich die Haarwurzel aus ihrem Schlaf zu wecken und somit neue Haare aus bestehenden Haarwurzeln entspringen zu lassen. Die Dosierung muss sehr hoch sein und es ist außerdem nötig, dies über einen längeren Zeitraum zu nutzen. Kérastase ist in der Entwicklung schon sehr weit und bietet eine hochdosierte Ampullenkur an, die garantiert bei 3-monatiger Anwendung 1.700 neue Haare verspricht. Das Haar und die Wurzel müssen natürlich über diesen Zeitraum hinaus gepflegt werden. Außerdem empfiehlt es sich die Kur nach 3 Monaten immer wieder zu wiederholen. Das passende Shampoo aus der Bain Destine Homme Serie sorgt zusätzlich für dickere Haare und das sofort. Dies eignet sich auch dann, wenn ihr eure Haare nach oben styled, ihr aber kein Produkt findet, das die Haare oben fixiert. Das Shampoo verleiht dem Haar zusätzlich Kraft, damit das Produkt besser unterstützt wird und es so leichter wird die Haar gegen die Schwerkraft zu stylen.

Sonstiges

Gerade wer seine Haare häufig mit Wachs, Spray oder Gel beansprucht, kann damit die Haare schädigen. Besonders günstige Produkte haben häufig einen hohen Alkoholgehalt, um die enthaltenen minderwertigen Harze zu verflüssigen. Riecht ein Produkt schon leicht nach Alkohol stellt es lieber direkt wieder zurück. Auch wenn euer Haar durch das Produkt verklebt, spricht dies für eine minderwertige Qualität, die die Haare angreift, anstatt sie zu pflegen. Am besten ist eigentlich der Kämm-Test. Wenn ihr ein Produkt rückstandslos mit dem Kamm auskämmen könnt, ohne dass weiße Partikel entstehen, habt ihr ein schönes Produkt. Sollten viele weiße Partikel entstehen, solltet ihr das Produkt wechseln oder nur selten zum stylen benutzen. Wer die richtigen Produkte verwendet muss sich nicht davor fürchten jeden Tag die Haare zu stylen und zu waschen, denn hochwertige Styling Produkte pflegen euer Haar zusätzlich und greifen die Wurzel nicht an.

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4 Comments

  • Reply Luca 3. Februar 2016 at 22:23

    Schöner Artikel, habe zum Glück selber noch nicht mit dem Problem Haarausfall zu kämpfen 😉
    Ein schneller Blick auf die „Haarpracht“ meines Vaters verrät mir, dass es durchaus sinnvoll ist sich frühzeitig mit dem Thema zu befassen.

    Kleine Notiz am Rande: Unter dem Punkt „Deinen Hauttyp bestimmen“ scheint sich ein Formatierungsfehler eingeschlichen zu haben, der Absatz „Alleine den Kopfhaut-Typ zu bestimmen…“ bricht nach ein paar Zeilen abrupt an und fängt in einer leicht abgeänderten Form neu an („Selbst, den Typen der Kopfhaut zu bestimmen ….“).

    • Steffen
      Reply Steffen 11. Februar 2016 at 14:56

      Hi Luca, danke für den Hinweiß, ist behoben.

  • Reply Lasse 23. Februar 2016 at 11:59

    Wirklich cooler Artikel, habt ihr vielleicht einen Tipp für ein wirklich gutes Haarspray?

  • Reply Nikita 24. November 2016 at 10:55

    Die Zeit, in der vor allem Frauen viel Zeit vor dem Spiegel verbracht haben, und mit Lockenstab oder Glätteisen kämpfen mussten, scheint sich langsam aber sicher dem Ende zu neigen. Wenn man sieht, welchen Aufwand manche Herren betreiben, um aufzufallen, dann grenzt das schon an Emanzipation rückwärts

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